Moin liebe Leser,
der Tag begann mit einer anstrengenden und vom Gegenwind geprägten Radtour zu Joel. Dort angekommen und geschwind die altersbedingten Schweißtropfen von der Stirn gewischt, fuhren wir dann wieder einmal alle samt in unseren geliebten Seilgarten.
Wie jeden Morgen wurde jedem Trainer ein Parcours zur täglichen Kontrolle zugewiesen. Ich persönlich durfte mich auf die A 6 begeben und am Ende angelangt, hörte ich in luftiger Höhe einen Satz eines bereits wartenden Gastes, der nichts Gutes für den Tag erwarten lies. Der besagte Gast wies seine Tochter mit folgenden Worten in die Schranken. Zitat: „ Du bist wie deine Mutter nur viel Schlimmer.“ Verdutzt setzte ich meine Arbeit fort und wusste, dass der Tag wieder einiges für uns Trainer bereithalten wird.
Die ersten Einweisungen verliefen ohne großartige Komplikationen und wir trafen auf bereits bekannte Gesichter. Obwohl man in den letzten Wochen mit vielen Gesichtern und Namen konfrontiert wurde, bleiben uns Trainern bestimmte Gesichter in ewiger Erinnerung. So wie mir persönlich der total eingeschüchterte Paul. Noch vor einer Woche prügelte Pauls Papa den armen Jungen durch sämtliche Parcours und ich half dem zitternden und von Tränen übersäten Jungen auf der A 6 über den Sprung in der Teufelsschlucht – ehrlich gesagt, hätte ich zu diesem Zeitpunkt nie gedacht, dass Paul irgendwann mal wieder einen Seilgarten besuchen wird – doch der heutige Tag strafte mich Lügen! Auf meinem Weg in den Pausenraum sah ich ein mir sehr wohl bekanntes Gesicht auf der Plattform 4/5/6. Ich traute meinen Augen kaum, es war der total eingeschüchterte Paul von letzter Woche und er stand da wie ausgewechselt. Ein fröhlich verspielter Junge, der durch die positive Erfahrung und Stressbewältigung die Freude an lustigen Aufgaben in luftiger Höhe gefunden hatte. Mein Pädagogenherz fing an zu lächeln, obwohl ich ja immer die Sonne im Herzen trage.
Dann führte mich mein Weg in die 1/2/3. Dort empfingen mich zwei total verwirrte Mischlingshunde. Lisa und Lina hatten nichts Besseres im Sinn als unseren gepflegten Park vollständig auf den Kopf zu stellen. Sie suchten, buddelten, aber fanden nichts und der Weg war verschmutzt mit aufgewühlter Erde. Großartig, wir dürfen es ja wieder wegfegen!
Doch das war nicht alles in der 1/2/3. Mein Funk knirschte und ich sah unsere Trainerin Katharina in den Parcours 2 verschwinden. Dort wartete bereits ein junger Mann namens Fabian verzweifelt auf Hilfe. Dieser junge Mann sollte uns Trainer noch des Öfteren über den Weg laufen. Der normale Menschenverstand sagt mir doch, wenn ich in Parcours 2 schon ein großes Problem mit der Aufgabe und der Höhe habe, dann probiere ich den Parcours 4 doch gar nicht erst aus oder??? Nein liebe Gäste probiert es, denn wir sind ja da und seilen euch liebend gern auch ein weiteres Mal ab.
Wie gesagt, so getan. Fabian frohen Mutes und ab in den Parcours 4. Nach unserer üblichen Rotation war ich gerade mal 1 Minute auf Position, da ereilte mich schon ein verzweifelter, tränenreicher Hilferuf nach der Skateboardaufgabe. Wie konnte es anders sein, es war der Fabian. Ich geschwind hoch und runter mit dem Jungen, worauf mich bereits andere Gäste ansprachen, warum es dieser Junge erneut in einem schwierigen Parcours als den 2er versuchte – meine Reaktion: Schulterzucken und ein leichtes Kopfschütteln. Aber die Geschichte sollte noch kein Ende finden. In meiner freundlichen, aber bestimmenden Art legte ich dem jungen Fabian nahe, nur noch in der 2 bzw. 3 zu klettern. Ich hätte ebenso mit einer weißen Wand sprechen könne, das Ergebnis wäre dasselbe gewesen. Nach zweimaligem Retten fand sich unsere liebe Katharina einige Minuten später am Einstieg Parcours 5 in einer hitzigen Diskussion mit dem Lieblingsjungen des Tages wieder, Fabian! Lieber Gast falls sie es noch nicht wussten der Schwierigkeitsgrad und die Höhe nimmt von Parcours 1 bis 9 zu, nicht ab, sondern zu!
Am Ende möchte ich Joel und Jan danken, dass ihr mich nach einem sehr langen Tag noch nach Greifswald gefahren habt. Vielen, vielen Dank und ich werde mich auf jeden Fall revanchieren!
Euer René
der Tag begann mit einer anstrengenden und vom Gegenwind geprägten Radtour zu Joel. Dort angekommen und geschwind die altersbedingten Schweißtropfen von der Stirn gewischt, fuhren wir dann wieder einmal alle samt in unseren geliebten Seilgarten.
Wie jeden Morgen wurde jedem Trainer ein Parcours zur täglichen Kontrolle zugewiesen. Ich persönlich durfte mich auf die A 6 begeben und am Ende angelangt, hörte ich in luftiger Höhe einen Satz eines bereits wartenden Gastes, der nichts Gutes für den Tag erwarten lies. Der besagte Gast wies seine Tochter mit folgenden Worten in die Schranken. Zitat: „ Du bist wie deine Mutter nur viel Schlimmer.“ Verdutzt setzte ich meine Arbeit fort und wusste, dass der Tag wieder einiges für uns Trainer bereithalten wird.
Die ersten Einweisungen verliefen ohne großartige Komplikationen und wir trafen auf bereits bekannte Gesichter. Obwohl man in den letzten Wochen mit vielen Gesichtern und Namen konfrontiert wurde, bleiben uns Trainern bestimmte Gesichter in ewiger Erinnerung. So wie mir persönlich der total eingeschüchterte Paul. Noch vor einer Woche prügelte Pauls Papa den armen Jungen durch sämtliche Parcours und ich half dem zitternden und von Tränen übersäten Jungen auf der A 6 über den Sprung in der Teufelsschlucht – ehrlich gesagt, hätte ich zu diesem Zeitpunkt nie gedacht, dass Paul irgendwann mal wieder einen Seilgarten besuchen wird – doch der heutige Tag strafte mich Lügen! Auf meinem Weg in den Pausenraum sah ich ein mir sehr wohl bekanntes Gesicht auf der Plattform 4/5/6. Ich traute meinen Augen kaum, es war der total eingeschüchterte Paul von letzter Woche und er stand da wie ausgewechselt. Ein fröhlich verspielter Junge, der durch die positive Erfahrung und Stressbewältigung die Freude an lustigen Aufgaben in luftiger Höhe gefunden hatte. Mein Pädagogenherz fing an zu lächeln, obwohl ich ja immer die Sonne im Herzen trage.
Dann führte mich mein Weg in die 1/2/3. Dort empfingen mich zwei total verwirrte Mischlingshunde. Lisa und Lina hatten nichts Besseres im Sinn als unseren gepflegten Park vollständig auf den Kopf zu stellen. Sie suchten, buddelten, aber fanden nichts und der Weg war verschmutzt mit aufgewühlter Erde. Großartig, wir dürfen es ja wieder wegfegen!
Doch das war nicht alles in der 1/2/3. Mein Funk knirschte und ich sah unsere Trainerin Katharina in den Parcours 2 verschwinden. Dort wartete bereits ein junger Mann namens Fabian verzweifelt auf Hilfe. Dieser junge Mann sollte uns Trainer noch des Öfteren über den Weg laufen. Der normale Menschenverstand sagt mir doch, wenn ich in Parcours 2 schon ein großes Problem mit der Aufgabe und der Höhe habe, dann probiere ich den Parcours 4 doch gar nicht erst aus oder??? Nein liebe Gäste probiert es, denn wir sind ja da und seilen euch liebend gern auch ein weiteres Mal ab.
Wie gesagt, so getan. Fabian frohen Mutes und ab in den Parcours 4. Nach unserer üblichen Rotation war ich gerade mal 1 Minute auf Position, da ereilte mich schon ein verzweifelter, tränenreicher Hilferuf nach der Skateboardaufgabe. Wie konnte es anders sein, es war der Fabian. Ich geschwind hoch und runter mit dem Jungen, worauf mich bereits andere Gäste ansprachen, warum es dieser Junge erneut in einem schwierigen Parcours als den 2er versuchte – meine Reaktion: Schulterzucken und ein leichtes Kopfschütteln. Aber die Geschichte sollte noch kein Ende finden. In meiner freundlichen, aber bestimmenden Art legte ich dem jungen Fabian nahe, nur noch in der 2 bzw. 3 zu klettern. Ich hätte ebenso mit einer weißen Wand sprechen könne, das Ergebnis wäre dasselbe gewesen. Nach zweimaligem Retten fand sich unsere liebe Katharina einige Minuten später am Einstieg Parcours 5 in einer hitzigen Diskussion mit dem Lieblingsjungen des Tages wieder, Fabian! Lieber Gast falls sie es noch nicht wussten der Schwierigkeitsgrad und die Höhe nimmt von Parcours 1 bis 9 zu, nicht ab, sondern zu!
Am Ende möchte ich Joel und Jan danken, dass ihr mich nach einem sehr langen Tag noch nach Greifswald gefahren habt. Vielen, vielen Dank und ich werde mich auf jeden Fall revanchieren!
Euer René
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